14.09.2010 - 9:41Uhr:

Blackwater Rafting in Waitomo

Dieses Wochenende war einfach nur der absolute Wahnsinn. Blackwater Rafting in den Waitomo Caves stand auf dem Plan. Und das war gleich von mehreren Seiten gut: 1. Ich war nicht "zu Hause" und 2. ich habe das KRASSESTE meines ganzen Lebens erlebt ;)

Gegen 10 Uhr wurde ich von Andrea, Jana und Monika abgeholt. Los gings!! Zu dem Zeitpunkt war ich einfach nur mega gespannt - ich wusste ja noch nicht, was auf mich zukommen würde :D Nachdem wir ohne große Probleme den Weg gefunden haben und ein wenig geluncht haben ging es dann auch schon los. Als erstes mussten wir in unsre übelst engen, klebrigen, feuchten und kalten Neoprenanzüge hinein. Danach konnte man sich nicht mehr wirklich bewegen und die Vorstellung, sich die nächsten 5 Stunden darin aufhalten zu müssen, war nicht gerade schön. Voll ausgerüstet mit Helm, Neoprenanzug, Gummischuhen und Abseilgürtel (oder wie auch immer man das nennt) ging es dann in einem kleinen Bus ab zum "Eingang". Erstmal mussten wir ein bisschen Abseilen üben. Allerdings war das ein schlechter Witz im Gegensatz zu dem, was wirklich auf uns zukam. Das wussten wir zu dem Zeitpunkt glücklicher Weise noch nicht :D Als es dann allerdings wirklich los ging, wurde mir schon ganz schön mulmig... 35 Meter abseilen, ohne Sicherungsleine oder doppelten Boden... Krass krass krass!!! Ich dachte ich sterbe und ich glaube der Guide, der mich auf den Weg "schubsen" musste, dachte das Gleiche! :D Der Arme! Nachdem der erste Schock überwunden war, ich mich halbwegs sicher in meinem Gurt fühlte und ein Abschiedsfoto geschossen wurde ging es also weiter abwärts. Ziemlich schnell kam eine sehr enge Passage, in der man sich aber doch noch relativ sicher gefühlt hat, da man etwas um sich herum hatte. Nachdem ich allerdings dort durch war und noch bestimmt 25-30 Meter vor mir hatte und nur noch stumpf in der Luft hin war ich kurz davor aufzugeben und einfach nur noch zu schreien, damit mich irgendwer da runter holt. Oh mein Gott, keiner von euch kann euch vorstellen wieviel Angst ich hatte. Mich vor den anderen Mädels und den beiden Guides als Angsthase outen war jedoch auch nicht so eine tolle Alternative und nicht aufzugeben lerne ich ja momentan jeden Tag ;) Also ging es weiter und ich habe es tatsächlich bis ganz nach unten geschafft. Erst dort habe ich dann gemerkt, dass meine Hände unter meiner Angst ziemlich gelitten haben. Erst dachte ich, sie bluten nur... Mitlerweile habe ich gemerkt, dass ich mir an 2 Stellen ganz schön die Finger verbrannt habe! Aua =(
Nach diesem Start war ich erstmal ganz schön fertig, aber es musste ja weiter gehen ;) Was blieb mir schon anderes übrig. Nachdem wir über einige dünne Stege geklettert sind und die ersten Glühwürmchen gesichtet hatten, ging es weiter mit einer Art Seilbahn. Ganz schön cool in einer stockdunklen Höhle :) Außerdem waren auch schon 5 Mädels vor mir an der Reihe, also wusste ich, dass der Trip gar nicht so weit war, wie anfangs gedacht. Die Guides fanden es nämlich lustig, hin und wieder mal einen "Spaß" zu machen. Zum Beispiel einfach mal 2 Minuten die Erste in der Seilbahn hängen lassen und böse Geräusche machen, als wäre sie gegen die Wand gekracht, da sie vergessen hat zu bremsen. Haha!
Heile unten angekommen haben wir dann erstmal eine kleine Pause eingelegt. Heiße Schokolade und Anzac Bisquits haben uns fit für das weitere Abenteuer gemacht. Dies sollte mit einem Sprung ins kalte Wasser weitergehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Einen Ring unterm Po und ab dafür. Ca. 4 Meter von einer Klippe in der Höhle runter ins Wasser. Zum Glück hatte ich den Trick raus und bin in meinem Ring sitzen bzw. stecken geblieben ;) Im Gegensatz zum Großteil der Gruppe, der sich dann im eiskalten Wasser erstmal wieder in den Ring quälen musste. Das heißt jetzt aber nicht, dass es für mich nicht genauso kalt war wie für alle anderen auch. Und es war saukalt!!! In unseren Reifen haben wir uns dann an einer Schnur entlang gehangelt und diese atemberaubende Atmosphäre genossen. So viele Glühwürmchen... Das muss man einfach erlebt haben. Den ganzen Weg ging es auch wieder zurück, allerdings viel entspannter, da uns der Guide gezogen hat ;) Amazing!
Nachdem wir unsere Reifen abgeliefert hatten, ging es zu Fuß weiter. Klettern, schwimmen, stolpern, rutschen... Alles mit dabei! Unter anderem auch eine Stelle an der zwischen Decke und Wasser vll 10-20cm waren - und ja: da mussten wir durch!! Und Maren ganz vorne weg. Hilfe! Nach einer weiteren Pause mit Schokolade und heißem Orangensaft (der bei Bedarf auch in den Anzug geschüttet wurde) und einigen weiteren Herausforderungen ging es an das Ende eines Wasserfalls. Eigentlich sollten wir dort hinausklettern, jedoch hatten wir viel zu viel Wasser an dem Tag, daher war es unmöglich. Über einen anderen Weg sind wir dann hinaus aus der Höhle geklettert und waren alle sehr sehr sehr stolz auf uns :) Die heiße Dusche und die heiße Suppe hatten wir uns wirklich verdient!
Abends waren wir wirklich geschafft und somit haben wir einfach nur im Hostel gesessen und gequatscht. Am nächsten Tag haben wir dann gemütlich in einem Café gefrühstückt, einen kurzen Zwischenstopp im Warehouse eingelegt und dann in einem anderen Café Phase 10 gespielt. Zu fünft dauert das ziemlich lange und somit ging die Zeit bis zur Rückfahrt viel zu schnell vorbei. "Zu Hause" angekommen war ich wirklich traurig, dass dieses tolle Wochenende schon wieder vorbei ist und dass ich wieder hier bin, aber die letzten Tage schaffe ich jetzt auch noch :) Durchhalten wird noch zu einer meiner Stärken!!!

Die letzten Kommentare:



15.09.2010 - 22:27Uhr Maren schrieb:
Warum kommentiert das hier eigentlich keiner? Hallo?? Hab ich keine Anerkennung verdient? :D

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