20.10.2010 - 5:52Uhr:

Taupo - Extrem (schön)!

Diese Überschrift beschreibt Taupo wohl am besten. Mit Bungyjumping extrem und mit den Huka Falls extrem schön! Taupo war auf jeden Fall ein Besuch wert ;)

Am Wochenende sind wir (Andrea, Anki, Dorina und ich) nach Taupo gefahren um Teresas Geburtstag zu feiern. Es war eine ganz schön lange Fahrt, die eigentlich nur 3 1/2 Stunden dauern sollte, jedoch braucht es schon eine Weile, wenn man noch tanken, 2 Leute einladen und Gepäck abladen muss. Inklusive Pipipausen haben wir dann locker 5 Stunden gebraucht. Die lange Fahrt hat sich jedoch noch vor Taupo bezahlt gemacht: Am Aussichtspunkt der Huka Falls hatten wir einen grandiosen Blick auf den wahrscheinlich schönsten Wasserfall, den ich bisher gesehen habe. Zudem hatten wir noch traumhaftes Wetter, was diesen Ausblick einfach nur perfekt gemacht hat. Nachdem wir uns nur schwer von dieser Sicht trennen konnten, haben wir den nächsten Zwischenstopp am Aussichtspunkt über den Lake Taupo gemacht. Wir hatten Glück und konnten sogar noch die schneebedeckten Berge im Hintergrund sehen. Nur die Wohnhäuser im Vordergrund haben dieses ansonsten wunderschöne Bild zerstört.
Weiter ging es dann zu dem Ort, wo Andrea sich bei ihrem letzten Besuch zwei blaue Augen eingefangen hat. Nicht etwa ein Boxclub, nein, der Ort wo waghalsige Menschen kopfüber 47m in die Tiefe springen. Bungyjumping. Da Andrea beim ersten Mal allerdings kein Watertouch hatte, den aber uuuunbedingt wollte, hat sie ihn beim zweiten Mal auch bekommen. Doch wenn man dann den Kopf nicht einzieht sondern lieber dem Wasser entgegen guckt und sich denkt "Oh wie schön, Wasser!", dann sieht man danach eben wie verprügelt aus ;) Wir haben dann also ein paar Leuten beim Springen und Swingen zugeschaut (Swing - die Bungyjumpversion für Weicheier) und sind dann weiter zu einem Parkplatz gefahren, von wo wir zu den Huka Falls laufen wollten. Die Strecke war mal wieder wunderschön, allerdings war es auch ziemlich heiß an dem Tag. Daher haben wir den 1 1/2 Stunden Walk nicht durchgezogen, sondern sind umgedreht und mit dem Auto gefahren. Später hat sich rausgestellt, dass wir fast da waren, als wir umgedreht sind - aber was solls ;)
Nachdem wir unsere Koffer im Hostel abgestellt hatten, haben wir dann Teresa und Monika getroffen. Wir wollten eine Schifffahrt über den Lake Taupo machen und uns die Maori Carvings ansehen. Leider gab es die angekündigte Tour aber nicht an diesem Tag. Daher wurde uns dann kurzerhand ein privater Trip angeboten, der für jeden auch noch 5$ billiger war. Wenn das mal kein Glücksgriff war ;) Da sind wir dann also knapp 1 1/2 Stunden über den gigantischen Lake geschippert und haben die - nicht wirklich spektakulären Maori Carvings betrachtet. Sie waren schon cool, aber die Tatsache, dass sie mit modernen Techniken erst vor 30 Jahren erschaffen wurden um den Tourismus anzukurbeln, lassen sie nicht mehr ganz so gut darstehen ;) Während der Fahrt haben wir dann noch mit zwei freundlichen Enten Kontakt aufgenommen, die es anscheinend gewohnt sind, von Bootsfahrern gefüttert und von blöden Touristen, die offensichtlich noch nie Enten gesehen haben, fotografiert zu werden.
Am Abend haben wir dann in einem gemütlichen Restaurant mit Ausblick auf den See die größte Pizza Taupos gegessen. Sie war wirklich groooß und die Tatsache, dass ich 3/4 davon gegessen habe, macht mir schon etwas Angst :D Danach haben wir uns auf den Weg in einen Irish Pub gemacht. Wir waren ziemlich früh dran, jedoch hat man das nicht wirklich gemerkt. Die vorrangig männlichen Besucher waren nämlich schon um 22 Uhr so voll, wie andere um 3 Uhr morgens. Dementsprechend haben wir uns diesem Tempo einfach angepasst und waren schon um 2 Uhr wieder im Hostel um uns unseren verdienten Schlaf abzuholen! Vorher mussten wir uns allerdings mit allerhand nervigen, grabschenden, ekeligen und besoffenen Typen rumschlagen. Naja - und einigen unansehnlichen Frauen. Wir hatten aber definitiv unseren Spaß =)
Der nächste Morgen begann erstmal mit Geburtstagskuchen zum Frühstück. Yumm =) Leider war der Tag nicht mehr wirklich schön sondern bewölkt und regnerisch. Wir sind als erstes zu den Craters of the Moon gefahren. Die waren allerdings ziemlich öde und bei schlechtem Wetter macht es noch weniger Spaß dort entlangzulaufen. Tipp an alle, die mal nach Neuseeland wollen: Verschwendet eure Zeit dort nicht ;) Als nächstes sind wir wieder zum Ausgangspunkt unserer Wanderung vom Vortag gefahren. Dort gibt es nämlich heiße Quellen, die direkt neben dem Waikato liegen. So kann man also unter freiem Himmel in heißen Quellen plantschen (die weiter oben übrigens so heiß sind, dass man sich verbrennt) und zum Abkühlen dann in den eiskalten Fluss hüpfen. Fantastisch =) Dazu noch der kleine Wasserfall und alles ist perfekt. Hach ja, Neuseeland ist schon ganz schön geil ;)
Leider mussten wir unseren kleinen Badeausflug aufgrund des Wetter beenden. Uns hat es zwar nicht gestört, wir waren ja eh nass, aber unsere Sachen im Matsch nass werden zu lassen, fanden wir nicht so toll. Wir sind dann nach einem kurzen Stopp beim Bungyjumping - was dank des Wetters an diesem Tag nicht halb so genial war, wie am Vortag - und einem kleinen Lunch wieder nach Hause gefahren. Denn in Taupo kann man bei schlechtem Wetter nicht wirklich viel anfangen. Im Nachhinein war es schon ärgerlich mit dem Wetter, denn ich hatte mich mit dem Gedanken angefreundet Swing oder Bungyjumping zu machen. Aber wenn ich schon mein Leben riskiere, dann wenigstens bei gutem Wetter und mit diesem tollen Ausblick :)
Nach einem Kaffee irgendwo im Nirgendwo zum Wachhalten bei der langen Fahrt und einem knapp 30 minütigem Ausflug zu der nächsten Tankstelle (die übrigens auch im Nirgendwo positioniert war) waren wir dann abends endlich wieder zu Hause und konnten am nächsten Morgen mehr oder weniger erholt in die Woche starten ;)

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